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Wie melde ich eine Nebenwirkung?

Die kurze Antwort

Sie können eine vermutete Nebenwirkung selbst online melden, auf nebenwirkungen.bund.de. Die Meldung geht direkt an die zuständige Bundesbehörde, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Auch Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder die Apotheke können melden. Bei schweren Beschwerden rufen Sie zuerst die 112.

Wie melde ich?

Auf nebenwirkungen.bund.de über das „allgemeine Meldeformular“; das Impfstoff-Formular ist nur für Impfungen.1

Halten Sie, wenn möglich, diese Angaben bereit:1

  • Alter und Geschlecht der betroffenen Person
  • eine Beschreibung der Beschwerden
  • Name und Dosis des Medikaments, also Handelsname und Wirkstoff, etwa Wegovy und Semaglutid
  • die Chargenbezeichnung von der Packung
  • alle anderen Medikamente aus derselben Zeit, auch rezeptfreie, pflanzliche und Verhütungsmittel
  • andere Erkrankungen

Nach dem Absenden bekommen Sie eine Bearbeitungsnummer.1 Druckbare Formulare gibt es auf der Website des BfArM.1,2 Die Website erklärt das Melden auch in Leichter Sprache und in Gebärdensprache.1

Hilfe jetzt: Rufen Sie die 112, wenn Sie ein GLP‑1‑Medikament nehmen und eines dieser Zeichen haben:3
  • sehr starke Bauchschmerzen, die nicht weggehen und bis in den Rücken ausstrahlen können, mit oder ohne Erbrechen (mögliche Pankreatitis).4
  • Erbrechen oder Durchfall, bei denen Sie keine Flüssigkeit bei sich behalten.4
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, oder Atemnot (mögliche schwere allergische Reaktion).4
  • bei Diabetes: kalter Schweiß, Zittern, Verwirrtheit oder Benommenheit (mögliche Unterzuckerung).4
Außerhalb der Praxiszeiten, ohne Lebensgefahr: ärztlicher Bereitschaftsdienst unter 116117.3

Was passiert mit der Meldung?

Die Behörden nutzen sie, um „bisher unbekannte Risiken“ von Arzneimitteln zu erkennen.1

Eine persönliche Antwort oder Beratung gibt es nicht: Die Behörde „kann und darf“ keine individuelle Beratung anbieten.1 Für Diagnose und Behandlung brauchen Sie weiter Ihre Praxis. Das BfArM betont, dass es ohne Meldungen von Ärzten, Apothekern und Patienten die Sicherheit eines Medikaments nach der Zulassung nicht beurteilen könnte.2

Was sollte ich melden?

Jede schädliche und unbeabsichtigte Reaktion, die Sie für eine Folge des Medikaments halten, auch wenn Sie unsicher sind.1

Gemeldet wird ein Verdacht, kein Beweis.1 Das gilt auch für bekannte Beschwerden wie Übelkeit, wenn sie Sie stark belasten. Bei einem Verdacht auf eine Fälschung bewahren Sie Pen und Verpackung auf und sagen es auch der Apotheke. Welche Nebenwirkungen bekannt sind, steht in Ratgeber 5.

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Quellen

  1. BfArM und Paul-Ehrlich-Institut. Nebenwirkungen melden: Online-Meldung für Patientinnen, Patienten und Fachkreise (allgemeines Meldeformular, Impfstoff-Meldeformular; Meldung geht direkt an BfArM oder PEI; Bearbeitungsnummer; keine individuelle Beratung). nebenwirkungen.bund.de
  2. BfArM. Risiken melden: Nebenwirkungen (Meldungen von Ärzten, Apothekern und Patienten; druckbare Formulare). bfarm.de
  3. Kassenärztliche Bundesvereinigung. 116117.de, Der Patientenservice (ärztlicher Bereitschaftsdienst): „In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie bitte den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112“; 116117 rund um die Uhr, kostenlos mit deutschem Telefonvertrag, keine lebensbedrohlichen Fälle. 116117.de
  4. Europäische Arzneimittel-Agentur. Wegovy: Produktinformation auf Deutsch (Fachinformation und Gebrauchsinformation): Abschnitte 4.1, 4.2, 4.6, 4.8, 5.1 (STEP 4), 6.3 bis 6.6. PDF

Geprüft am 12. Okt. 2026 · Nächste Prüfung fällig am 12. Okt. 2027 · Fehler melden

So ist diese Antwort entstanden. Geschrieben vom GLP Guidebook-Team aus den Quellen oben, alle am 12. Okt. 2026 geprüft. Preise sind gesetzliche Apothekenpreise, nie der Preis oder Rabatt eines Händlers, und wir nennen oder bewerten keine Händler. Zahlen, die als „unsere Rechnung“ markiert sind, haben wir aus diesen Quellen berechnet. Die Antwort ist noch nicht ärztlich geprüft. Sie ist eine allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder ändern. Unsere Methode